Fragen & Antworten
Häufig gestellte Fragen
Auf Kurs
Woran erkenne ich, ob mein Unternehmen wirklich auf Kurs ist?
Der Umsatz kann noch so hervorragend sein, wenn dem große Ausgaben gegenüberstehen, die du gar nicht auf dem Schirm hast. Auf Kurs bist du, wenn du genau weißt, was nach Kosten, Steuern und eigenem Gehalt übrig bleibt. Das Unterm-Strich muss regelmäßig überprüft werden, nicht geschätzt. Davon abgesehen: Sprichst du wirklich deine Zielgruppe an?
Was ist der Unterschied zwischen Umsatz und wirtschaftlicher Substanz?
Umsatz zeigt, wie viel durch dein Unternehmen fließt. Substanz zeigt, wie viel am Ende wirklich dir gehört – nach Kosten, Steuern, Rücklagen und deinem eigenen Lohn. Ein volles Auftragsbuch ist keine Gewinngarantie, wenn die Kalkulation nicht stimmt.
Ich zahle mir keinen festen Lohn aus, sondern nehme, was übrig bleibt. Ist das ein Warnsignal?
Ein Warnsignal ist es dann, wenn du selbst nicht mehr genau sagen kannst, wie viel „übrig“ tatsächlich bedeutet, oder wenn es regelmäßig sehr wenig bis gar nichts ist. Ein fester, kalkulierter Lohn ist keine Formalität, sondern der ehrlichste Gradmesser dafür, ob du von deiner selbstständigen Tätigkeit (über)leben kannst.
Ab wann lohnt sich professionelle Unterstützung?
Du musst nicht erst in Zahlungsschwierigkeiten stecken. Eine Bestandsaufnahme in ruhigen Zeiten zeigt dir, wo du optimieren kannst. Richtungsweisende Entscheidungen zu treffen, noch bevor du unter Druck stehst, ist kein Luxus.
Reicht mein Steuerberater nicht aus?
Dein Steuerberater sorgt dafür, dass deine steuerlichen Abgaben korrekt sind und entsprechend gemeldet werden. Aber dein Steuerberater schaut zurück, wie gut dein erstes oder drittes Quartal war. Wir schauen uns dagegen den Ist-Stand an, um mit dir gemeinsam Handlungsoptionen zu entwickeln.
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Muss ich bei Zahlungsschwierigkeiten automatisch Insolvenz anmelden?
Nein. Zahlungsschwierigkeiten sind nicht automatisch das wirtschaftliche Ende. Oft gibt es vorher weitere Möglichkeiten: Gespräche mit Gläubigern, eine veränderte Kalkulation, eine neue Zahlungsvereinbarung. Wie viel Spielraum tatsächlich noch da ist, sollte früh geprüft werden, nicht erst, wenn die Luft dünner wird.
Welche Möglichkeiten habe ich, bevor eine Insolvenz überhaupt zum Thema wird?
Mehrere: eine ehrliche Bestandsaufnahme, worauf die Schieflage eigentlich zurückgeht; ein Gespräch mit den wichtigsten Gläubigern, bevor Mahnungen eskalieren; eine angepasste Kalkulation; manchmal auch eine grundlegend andere Außendarstellung, wenn zu wenige oder die falschen Aufträge das eigentliche Problem sind. Wir schauen gemeinsam, welche davon zu dir passen.
Ich bin Geschäftsführerin einer UG/GmbH – ab wann werde ich persönlich verantwortlich, wenn es finanziell eng wird?
Das ist eine der wichtigsten Fragen überhaupt und eine, die wir nicht allein beantworten, weil hier eine gesetzliche Frist mit persönlichem Haftungsrisiko greift. Was wir mit dir gemeinsam tun können: die wirtschaftliche Lage ehrlich einschätzen und dir helfen, den Punkt frühzeitig zu erkennen, an dem eine rechtliche Prüfung nötig wird, statt dass du davon überrascht wirst. Eine rechtsverbindliche Einschätzung dazu gehört in anwaltliche Hände; wir vermitteln dir bei Bedarf einen Kontakt.
Kann eine Pfändung auch mein privates Konto treffen, obwohl ich selbstständig bin?
Ja. Der gesetzliche Pfändungsschutz gilt unabhängig davon, ob du angestellt oder selbstständig bist. Entscheidend sind deine tatsächlichen Nettoeinnahmen nach Abzug von Steuern, Sozialversicherung und notwendigen Betriebsausgaben. Ein P-Konto steht dir dabei genauso offen wie Angestellten.
Ist meine Situation noch zu retten, oder führt kein Weg an der Insolvenz vorbei?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Genau deshalb ist eine ehrliche erste Einschätzung so wichtig. In vielen Fällen gibt es noch echten Spielraum. Sollte sich zeigen, dass eine Insolvenz der richtige Weg ist, stehen wir weiterhin beratend an deiner Seite.
Standhaft
Ich habe eine Krise oder eine Insolvenz hinter mir. Kann ich trotzdem wieder ganz neu anfangen?
Ja. Rechtlich ist genau das der Sinn einer abgeschlossenen Restschuldbefreiung: ein Neustart ohne Altlasten. Und auch ohne ein Insolvenzverfahren gilt: Ein echter Neustart ist immer möglich – dann geht es weniger um einen rechtlichen Schlussstrich als um einen wirtschaftlichen und persönlichen.
Muss ich potenziellen Kunden erzählen, dass ich eine Insolvenz hinter mir habe?
Grundsätzlich nein, dazu gibt es keine allgemeine Pflicht. Ausnahmen gibt es bei einzelnen reglementierten oder erlaubnispflichtigen Tätigkeiten. Ob das auf dich zutrifft, prüfen wir im Gespräch.
Was mache ich diesmal anders, damit es nicht wieder so weit kommt?
Wichtiger als jedes einzelne Detail ist, offen zu benennen, was zur letzten Schieflage führte, um nicht nur die Symptome zu behandeln. Genau dafür ist unser Coaching-Modul gedacht: Handlungsfähigkeit, die über die reine finanzielle Situation hinausgeht.
Unterstützt ihr auch, wenn eine Insolvenz gerade läuft oder gerade abgeschlossen wurde?
Ja. Auch während eines laufenden Verfahrens und danach bleiben wir ansprechbar. Gerade der Übergang zurück in die Selbstständigkeit profitiert von wirtschaftlicher und strategischer Begleitung.
Allgemein
Was unterscheidet Mehr Perspektive von einer klassischen Schuldnerberatung?
Klassische Schuldnerberatung setzt meist erst an, wenn bereits Schulden bestehen, und ist überwiegend nur für Verbraucher zuständig. Wir dagegen setzen früher an und bleiben auch später noch da. Auf Kurs, wenn noch nichts akut ist, in der Krise, wenn Handeln gefragt ist, und danach, beim Neustart. Du musst nicht bereits verschuldet sein, um bei uns richtig zu sein.
Was passiert, wenn sich während der Beratung zeigt, dass eine Insolvenz doch nötig ist?
Dann stehen wir weiterhin beratend an deiner Seite. Alles Weitere klären wir direkt im Gespräch, denn eine Pauschalantwort richtet mehr Schaden an als Nutzen.
Ist das Erstgespräch wirklich kostenlos und unverbindlich?
Ja, ohne Wenn und Aber. Zwei Gespräche à 30 Minuten, ohne Kosten und ohne Verpflichtung zu irgendetwas Weiterem. Ein Angebot entsteht erst danach, wenn wir deine Situation kennen. Und auch das kannst du dir in Ruhe durch den Kopf gehen lassen. Wir drängen dir nichts auf. Du entscheidest. Immer.
Wie läuft die Zusammenarbeit ab? Wie viele Gespräche und wie lange dauert das ungefähr?
Das hängt von deiner individuellen Situation ab. Von einer einzelnen Bestandsaufnahme bis zur Begleitung über mehrere Monate ist alles möglich. Nach dem kostenlosen Erstgespräch bekommst du ein klares Bild davon, was sinnvoll ist und was es kostet, bevor irgendetwas beginnt.
Deine Frage war nicht dabei?
Dann frag uns direkt. Im kostenlosen Erstgespräch ist Zeit für alles, was dich gerade beschäftigt.
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